Wenn es sich nicht gerade um eine Fachtagung für Physiker handelt, sind die Menschen auch wegen des Austausches mit anderen Teilnehmenden (TN) gekommen und nicht nur wegen ein paar Fakten zum Thema. D.h. der Erfolg eines Seminars hängt wesentlich davon ab, wie gut sie in Kontakt kommen können. Diese Spiele helfen dabei:

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 Allgemein über Spiele:

  • Der Spielleiter beginnt und beendet das Spiel.
  • Es gibt verschiedene Spiele je Altersgruppe.
  • Das Spiel gut erklären (mehrmals Verständnisfragen stellen) und auch nachbesprechen.

Raumlauf zum Ankommen

Ein Raumlauf hilft das jetzt-in-mir wahrzunehmen. Dabei laufen alle Teilnehmenden erstmal durch den Raum. Der Moderator gibt nach einer weile Anregungen. (Stellt euch vor ihr seid am Bahnhof mit Verspätung und braucht unbedingt den nächsten Zug … [1 – 3 min. erleben ] am nächsten Umstiegsbahnhof habt ihr eine Stunde Zeit und schlendert durch einen Park… Warum seid hierher unterwegs? Warum habt ihr euch aufgemacht? …. So langsam wird der Park voller und es kommen mehr Menschen vorbei… man schaut sich an… ihr grüßt euch….  ihr kennt euch richtig gut, aber lang nicht mehr gesehen… Jetzt seid ihr da.)

Fragentombola

Jeder TN schreibt auf eine Papier eine Frage, die mit einem Fragewort beginnen muss, sodass man nicht mit Ja/Nein antworten kann. Alle TN falten diesen Fragenzettel genau gleich und stecken sie ein Gefäß, in dem nicht zu erkennen ist, von wem welche Frage ist. Dann zieht jeder TN eine Frage und muss diese beantworten.

Landkarte (Soziometrie):

Alle Teilnehmer ordnen sich nach ihren Herkunftsstädten, jedoch so, dass diese in einem geographisch richtigen Verhältnis stehen und z.B. ein Deutschland Karte ergeben.

Aufstellen nach Eigenschaften (Datenverarbeitung):

Alle Teilnehmer stellen sich auf die Stühle bzw. die Mauer. Nun werden vom Spielleiter Aufgaben gestellt. Die Teilnehmer sollen sich zum Beispiel der Größe nach aufstellen. Da es auf den Stühlen der Mauer ziemlich eng ist, gibt es ein paar Regeln. Keiner darf den Boden berühren oder sich an irgendeinem Gegenstand festhalten ( Baum, Wand ). Sollte das dennoch passieren, muss die gesamte Gruppe nochmals von vorne beginnen. Man kann nach allem möglichen sortieren ( Alter, Geburtsmonat… )
Anmerkung: Ich halte dieses Spiel für gut, da es zu einem ersten Körperkontakt kommt, da ich ja dafür sorgen muss, dass keiner herunterfällt. Außerdem kann man durch gezielte Fragen erreichen, dass die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen.

Material: So viele Stühle wie Teilnehmer oder besser eine niedrige kleine Mauer im Freien.

Der Vorhang Fällt:

2 Gruppen sitzen auf beiden Seiten eine Plane die von 2 gehalten wird. Bei 3 ziehen sie die Plane runter und die 2 Spieler die sich dann in der Mitte anschauen müssen möglichst schnell den anderen Namen sagen. Der spätere muss in die Gruppe des schnelleren.

Mister X Vorstellen:

Eine Person , die zufällig getroffen wurde, ausfragen und der Gruppe ohne Namen vorstellen, sodass sie diese erraten kann.

Markt der guten Eigenschaften:

Die TN sitzen in der Runde und haben jeder ein Stück Süßes (wird vom Leiter zur Verfügung gestellt) Jeder sucht sich stilleinen TN, von dem ihm eine Eigenschaft besonders gefällt, die er wertschätzt, weil er diese Eigenschaft nicht hat, aber vielleicht gerne hätte. Die TN gehen nacheinander zu ihrem gewählten TN, beschreiben diese Eigenschaft und drücken ihre Wertschätzung aus, dabei überreichen sie demjenigen ihr Stück, so dass sie selber keines mehr haben. Wenn wieder jeder ein Stück hat, es muss also für alle sichtbar sein, ist diese Runde beendet

Luftballon-Wurf:

Jeder der Teilnehmer schreibt seinen Namen auf einen Luftballon (nicht vergessen aufzublasen) und wirft ihn dann mit allen zusammen in die Höhe. Nun suchen sich alle einen Luftballon und müssen den Eigentümer finden.

Den Besten Freund vorstellen:

Alle TN sitzen in einem Kreis. Einer steht auf und stellt sich hinter seinen platz. Jetzt tut er so als wäre er sein bester Freund und beschreibt denjenigen vor sich.

 

Körper mit Leben füllen:

Die Teilnehmer bilden Paare. Ein Teilnehmer zeichnet die Körperumrisse seines Partners mit einem Filzer auf ein entsprechend großes Papierstück (derjenige, der gezeichnet wird, legt sich dazu auf das Papier, so dass der Zeichner nur um den Körper herumfahren muss, um den Umriss aufzuzeichnen. Jetzt bekommt der Gezeichnete den Filzer und füllt seinen „gezeichneten Körper“ mit Leben, indem er heineinzeichnet (skizziert) und hineinschreibt: – wo er lebt – was er so macht – was er gern hat (nicht gern) – Hobbys, politische Vorstellungen, Zukunftswünsche usw.
Dazu erzählt und erklärt er. Sein Partner kann dann dazu Fragen stellen. Ob die Zeichnung mehr symbolisch, abstrakt oder realistisch wird, ist dem Zeichner überlassen, ebenso, wie persönlich er wird. Ist die Zeichnung „mit Leben gefüllt“, werden die Rollen gewechselt.
Die Zeichnungen werden aufgehängt. Die Gruppe geht herum und kann zu den einzelnen Personenbildern Fragen stellen.
Anmerkungen: Statt in Paaren kann auch in Kleingruppen gezeichnet werden. Das Spiel dauert in der Regel länger als eine halbe Stunde (z.T. bis zu 2 Stunden). Bei Kindern kürzere Spielzeit. Eventuell Fragen vorher gemeinsam sammeln.
Material: Makulaturpapierrolle, Filzstifte, Tesakrepp

Hosentaschen leeren:

Ziel: Die Teilnehmenden werden aufgefordert Hosen und Jackentaschen zu leeren und deren Inhalt vor sich zu legen. Individuell oder der Reihe nach erzählen die TN warum Sie die Gegenstände mit sich tragen (Schlüsselbund, Feuerzeug, usw.) und was für Parallelen zu Ihrem Berufs- oder Privatleben zu ziehen sind. Ist der Tascheninhalt etwas zu mager, kann Brieftasche, Schmuck oder Aktentasche zum Spiel hinzugezogen werden.

Wirkung:

In aller Regel ergeben sich interessante Gespräche und die Teilnehmer kommen leicht in Kontakt. Der Einstieg über Schlüssel oder ähnliches senkt die Hemmschwelle von sich selber zu erzählen.

Zusatzvariante:

Mit der Kurseinladung werden die TN gebeten, einen typischen Gegenstand mitzunehmen oder ein Photo als Baby (kann nach Vorstellung bei vorhandenem Kursraum als Dekoration eingesetzt werden).
Außerdem kann darum gebeten werden, ein typischen Gegenstand aus seiner Region mitzubringen.

BINGO/ Rasender Reporter:

Es werden fünf Fragen vorgegeben die die Teilnehmer einzeln für sich zu beantworten haben.  Hat jeder die Fragen für sich beantwortet, gehen alle Teilnehmer durch den Raum und suchen eine andere Person, welche genau diese Frage ebenso für sich beantwortet hat. Hat man diese Personen gefunden muss man sich dies mit einer Unterschrift auf seinem Zettel bestätigen lassen und gleichzeitig auch der anderen Person für die Übereinstimmung der Antworten eine „Unterschrift“ geben. Wer als erstes hinter jeder Frage eine Unterschrift hat, ist Gewinner. Welche Fragen zur Auswahl stehen ist nicht vorgegeben. Beispiel: Wie viele Geschwister hast du? Oder was ist deine Lieblingsfarbe…usw.
Eine andere Version dieses Spieles wäre, wenn bei Musik alle SpielerInnen durch den Raum gehen und bei Ende der Musik irgendeine Person die gerade in Reichweite ist interviewt bis die Musik wieder läuft.  Hat jedeR TN einige Interviews auf seiner Liste, werden alle TN anhand der geführten Interviews vorgestellt.
Weitere Version: Auf dem Zettel stehen bestimmte fragen, wie „Ich war schonmal in einer Bundestagssitzung“ Man läuft umher und sucht jemanden, der genau das schonmal gemacht hat und trägt den Namen ein. So lernt man sich kennen.

Teilnehmer erraten:

Die Gruppe hockt sich zusammen in einen Stuhlkreis oder ähnliches. Dann lässt man das Klebeband herumgehen und jeder soll sich ein Stück abreißen, seinen Namen darauf schreiben und auf seine Brust kleben.
Danach werden Blätter ausgeteilt, auf die die Teilnehmer ihre z.B. Hobbies, Lieblingsessen, Lieblingsmusik, Schuhgröße, etc. schreiben (umso grösser die Gruppe ist und wie sehr sie sich kennen muss man variieren). Danach legt jeder seinen Zettel in die Mitte (eventuell Zettel mischen)…
Dann holt sich ein Teilnehmer ein Blatt und liest es laut vor. Anschließend versucht er zu erraten, welcher Teilnehmer es sein könnte…(andere Teilnehmer können ihm helfen)… die erratene Person kommt nun nach vorne und nimmt sich auch ein Blatt… selber Vorgang… bis jeder mal dran war…
Problem ist, dass am Ende nicht viele TN übrigbleiben und so das Raten immer leichter wird.
Anzahl: 10 bis 30 personen
Material: Klebeband, Stifte, Blätter

Wer bin ich?

3 DIN-A3 blätter
Blatt 1: „Mein Name ist…/ Meine Gedanken vor dem Seminar waren…“
Blatt 2: „Warum ich hier bin:…/ Meine Erwartungen an mich/den Trainer/die Gruppe:…“
Blatt 3: „Was mich besonders auszeichnet: Ich bin der/die Einzige hier, der…“
Die TN sitzen auf Stühlen im Kreis (ohne Tisch). Der Trainer legt die drei vorbereiteten DIN-A3-Blätter in einem gewissen Abstand voneinander auf den Boden. Der Trainer erklärt den Ablauf und fordert die Teilnehmer auf zu wiedersprechen falls sie einem Statement zu Blatt 3 nicht zustimmen und selber eine Eigenschaft oder Fähigkeit besitzen. Nacheinander treten die TN kurz nach vorne und stellen sich zu den jeweiligen Blättern vor. Es ist eine gute Alternative zu den üblichen Vorstellungsrunden und dauert auch nicht zu lange. Trotzdem erfährt man interessantes und wichtiges der anderen TN. Schön ist die besondere Information, die zum einen jeden TN besonders auszeichnet und zu anderen Anregungen zu Gesprächen in der Pause gibt.
Dauer: 15 bis 30 Minuten

Das (scheiß) Toilettenpapier:

Die Teilnehmer werden angewiesen sich etwas von einer Klopapierrolle abzureißen. Nun muss jeder für jedes Stück Klopapier was er abgerissen hat etwas zu sich sagen. Dabei kommt es vor, dass manche sich zehn, andere aber nur zwei Papierfetzten abgerissen haben und entsprechend viel oder wenig zu sich sagen müssen.

Zeitungsschlagen:

Alle sitzen in einem Stuhlkreis, eine Person steht mit der Zeitung in der Mitte. Zu Beginn steht eine Person auf dem Kreis aus, nennt den Namen eines anderen TN und setzt sich wieder hin. Der benannte steht jetzt auf, nennt ebenfalls einen Namen usw.
Aufgabe der Person in der Mitte ist es, eine stehende Person am Bein abzuschlagen, bevor sie einen neuen Namen genannt hat. Schafft sie das, geht der getroffene in die Mitte. Bevor sich die Person aus der Mitte hinsetzt, muss sie jedoch einen neuen Namen nennen, um das Spiel neu zu starten, sonst ist sie wieder dran!
Das Spiel kann man auch mit Städte, Länder, Obst, Gemüse usw. spielen.

Spekulatius:

„Spekulatius“ ist ein Kennlernspiel und eignet sich daher nur für eine sich gegenseitig noch absolut unbekannten Gruppe.
Wie schon im Namen des Spiels zu erkennen ist, geht es ums Spekulieren.
Dazu setzen sich alle Teilnehmer in einen großen Halbkreis, wobei sich eine Person Y vor eben diesen Halbkreis setzt und somit gut sichtbar für alle ist. Nun dürfen die anderen Gruppenmitglieder frei heraus ihre Vermutungen anstellen, bzw. ihre ersten Eindrücke schildern. Sei es, das Person X denkt das Person Y aus dem Norden kommt, 5 Geschwister hat, oder gerne Lasagne isst, bzw. reist. Schließlich klärt die Person Y alle Teilnehmer auf, bestätigt, bzw. korrigiert also diverse Annahmen und Vermutungen.
Nun ist die nächste Person an der Reihe.
Jeder hat also die Möglichkeit sich anhand bestimmter Anhaltspunkte, nämlich den Vermutungen seiner „Kollegen“ vorzustellen.
Weiterhin kann es sehr interessant für jeden einzelnen sein, wie er quasi auf die Gruppe wirkt, bzw. was er für einen ersten Eindruck macht.
Ich denke, es versteht sich von selbst, dass bei diesem Spiel fiese und ggf. beleidigende Annahmen unangebracht sind. Es bedarf den Spielern also einer gewissen Sensibilität und Reife bezüglich des Umgangs mit ihren Mitmenschen, worauf man als Anleiter also auch bei der Zielgruppe achten sollte.

7-Leberle:

Am Anfang stehen alle im Kreis, nur einer steht mit einem Ball in der Mitte. Nun wirft er den Ball in die Luft und ruft dabei den Namen eines Mitspielers. Alle, außer der dessen Namen genannt wurde, rennen weg. Der genannte versucht den Ball zu fangen, schafft er es so wirft er den Ball gleich wieder hoch und ruft einen anderen Namen; schafft er es nicht, so holt er den Ball, von dort aus wo der Ball lag darf er nun drei Schritte zur nächst besten Person laufen und versuchen diese abzuwerfen. Trifft er so kommt die andere Person dran und darf neu werfen. Trifft er nicht so verliert er ein Leben und wirft den Ball wieder hoch. Die anderen dürfen sich nur dann bewegen, solange der Ball geworfen wird und bis der genannte ihn fängt und stopp ruft.
Dieses Spiel kann man spielen um die Namen der anderen zu lernen, kennt man sie schon, so kann jede Person ein anderes Land, eine Frucht etc. sein.

Ähnliche Methoden:

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Spielbeschreibung erstellt von Helmut@bildungsagenten.com

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