P1230172T-Shirts (natürlich fair gehandelt) sind Idealer Botschafter. Hier zeigen wir wie du ganz einfach deine persönliche Botschaft auf ein T-Shirts bringst.

Zunächst einmal gibt es zwei relevante Methoden, wie du dein Spruch, Logo oder Kunstwerk auf dein T-Shirt bekommt. Die erste, billigste, langlebigste und für große Stückzahlen auch schnellste Methode ist Siebdruck. Sie eignet sich aber erst ab mindestens 10 gleicher Motive. Darunter nutzt man besser sogenannte Textil-Transferfolien.

Textil-Transferfolien

Diese “dickeren” Papiere in A4 Format bekommt man im Internet oder beispielsweise bei “Karstadt” in der Druckerabteilung. Per Computer bereitet man also eine A4 Seite vor, die dann per Tintenstrahldrucker auf die Folie gedruckt wird. (Beim Drucker kann man dafür meist unter Papierart “Textil-Transferfolie” wählen. Es gibt im Internet auch Folien für Laser-Drucker. Folien für Injekt-Drucker sollten auch wirklich nur für Tintenstrahlgeräte verwendet werden, da sonst die Folie im Laserdrucker schmiltzt und diesen kaputt machen kann.)

Unsere Motive seht ihr in dieser Galerie. Ihr könnt sie natürlich gerne für eure T-Shirts verwenden:

Hier kann könnt ihr unsere Vorlagen runterladen.

Auf unseren Vorlagen haben wir drei Motive auf einer A4 Seite zusammengefasst. (Das Logo oben rechts kommt auf die Brust, links die “Ideenwerkstatt” kommt horizontal auf den rücken und darunter das Zitat.  Das lässt sich gut machen, da man die Folie nacher sowieso zu zuschneiden muss, dass um die Schrift noch maximal 5 mm Platz ist. Unsere Folien haben wir.

Um es auf das T-Shirt zu bringen, dreht man das Bügeleisen voll und und bügelt eine knappe Minute. Leider wird das T-Shirt dabei auch etwas braun. Daher eignet es sich diese Technik am besten für helle, aber nicht ganz weiße T-Shirts, also Gelb, helles Grau und sogar ein Mittleres grün geht ganz gut.

Siebdruck:

siebdruck-funktion[1]Tipps und Utensilien zum Siebdruckverfahren: http://www.siebdruckland.de/siebdruck-selber-machen (Dazu die Videos: http://youtu.be/X15mCR_bvNc)

Das aufwendigste am ganzen Prozess ist das Belichten des Siebes mit dem Motiv. Alles zusammenbraucht circa. 3 Stunden.

Materialien:

Alles mit * muss vermutlich (online) beschafft werden. Den Rest findet man in jedem Haus bzw. Schule.

Um 1 Rahmen zu bauen:

  • Holzstange: ca. 1,60 m lang (dicke 3×3 cm) zum zersägen
  • Säge, Nägel, Hammer: ist klar für was…
  • Siebstoff: A3 größe (besser ist es ein großes Stück zu haben, dass erst abgeschnitten wird, wenn der Rahmen fertig ist.)
  • Schere: um das Sieb nach dem Befestigen abzuschneiden.
  • Tacker: 50 Stück. Am Besten eine Tackerpistole
  • Leim oder Klebeband: Um zum Schluss den Rand zu umkleben, damit das Sieb nicht ausfranst und fäden auf die Siebfläche kommen

P1230171Zum Belichten:

  • Overheadfolien: Am besten 2 Stück, auf die mit einem Laserdrucker dasselbe Motiv (nur schwarz/weiß) gedruckt wird, womit das Motiv wesentlich dunkler ist.
  • Rotlicht oder Kerzen: Ab dem Auftragen der Fotocoat-Paste bis zum fertigen Auswaschen am Wasserhahn muss bei Rotlicht gearbeitet werden!
  • Fotocoat* (Emulsion):
    Dies ist die Fotoschicht, die ganz dünn aber deckend auf das Sieb geschmiert wird und beim Belichten dort festtrocknet, wo keine Schwarze Farbe auf der Overheadfolie ist. Sie darf nur Bei Rotlicht, Kerzenschein oder im Dämmerlicht verarbeitet werden!
  • stabiles Geodreieck: womit die (rote) Fotocoatpaste dünn auf beide Seiten des Siebes aufgetragen wird.
  • Löfel: Um Fotocoat aus dem Behälter auf das Geodreick zu streichen.
  • Schwarze Unterlagen: Damit von unten keine Reflexionen an das Sieb gelangen und das sieb von unten auch dort belichten, wo oben das Motiv drauf liegt.
  • Scheinwerfer*: am besten 1 KW, damit wird ca. 5 min. mit 70 cm Abstand die Folie auf dem Sieb belichtet. Bei schwächeren Scheinwerfern oder wenn Fotocoat zu dick aufgetragen ist, entsprechend länger belichten.
  • Wasserhahn: Um das Sieb nach dem Belichten auszuwaschen
  • Sheet-Clear*: Um hartnäckige stellen, wo später Farbe durch soll, auch sauber zu Bekommen.

Zum Bedrucken

  • Textilfarbe*: passend zur Farbe des T-Shirts. Trocknet schnell an und verstopft dann das Sieb. Daher sollte schnell gearbeitet werden und nach ca. 10 T-Shirts (wenn man Erfahrung hat) muss man das Sieb wieder reinigen.
  • Rakel*: Um die Farbe durch das Sieb zu drücken. Statt des Rakels kann auch ein anderer Schieber mit einer elastischen aber scharfen Gummikante dienen. Ein Geodreieck würde aber das Sieb sehr schnell kaputt machen.
  • Sheet-Clear* und Wasser zum Reinigen.

Tipps:

  • Beim Tackern des Siebes auf den Rahmen sollte man unbedingt zu zweit sein, um das Sieb richtig gut zu spannen, sonst lässt damit später sehr schlecht T-Shirts bedrucken.
  • Die Fotocoat-Paste muss im Dunkeln vollkommen austrocknen bevor die Overheadfolie zum Belichten draufgelegt werden kann.
  • Es ist wichtig das das Motiv beim Belichten gut auf dem Sieb aufliegt und hinter dem Sieb eine schwarze Pappe ist, damit von hinten nichts reflektiert. Zwischen dem Motiv auf der Overheadfolie, dem Sieb mit der Emulsion und der Schwarzen Pappe auf der Rückseite darf nahezu keine Luft sein.Dies erreicht man in dem man ein Bücherstapel auf die schwarze pappe stellt. Mit einer durchsichtigen Folie, Glas,- oder Plexiglasscheibe kann man das Motiv gut auf den Fotocoat drücken. Von unten kann man das Sieb auf schwarze Bücher legen, damit man gut gegendrücken kann.
  • 5 min. zu Belichten ist eigentlich zu kurz, aber dadurch lässt Fotocoat an den gewünschten Stellen noch besser raus waschen. Daher muss aber vorsichtig ausgewaschen werden und das Sieb hinterher nochmal in die Sonne gelegt werden, bevor man es richtig verwenden kann.
  • Es empfiehlt sich, die T-Shirts vorher schon auf Tischen auszubreiten, um so schnell wie möglich ein T-Shirt nach dem anderen zu drucken.
  • Die Farbe mit dem Rakel immer nur in eine Richtung durch das Sieb streichen, sonst verschiebt sich der Druck auf dem Textil
  • Nicht zu viel Farbe (nicht zu oft über die gleiche Stelle rakeln) da sonst die Farbe zu dick ist, und schneller abkrümelt.
  • Damit die Farbe nicht antrocknet, kann das Sieb ab und zu ganz leicht angefeuchtet werden.
  • Die Farbe 5 Tage trocknen lassen bevor sie zum ersten Mal gewaschen wird. Vorher am besten noch sehr heiß Bügeln.

Ausführlichere Anleitung (mit Belichtungstisch und Rotlicht)

Workshops zu diesem Thema:

Der Weg einer Jeans: Über die Faire? produktionsweise von Textilien: http://bildungsagenten.com/2012/01/18/der-weg-einer-jeans/

Weiterführende Links

Ideen und Zitate für gute T-Shirts: https://zeitzusammen.wordpress.com/soweit-das-auge-reicht/#zit

Fair gehandelte Bio-T-Shirts sind am besten bei Grundstoff zu bestellen: http://www.grundstoff.net/continental-clothing-m-11.html
Bei größeren Bestellungen bekommt man auch bei “Eco-Carrots” gute Rabatte: http://eco-carrots.de/

T-shirts farbig gestalten durch Batiken: Materialien und Infos: http://shop.labbe.de/batikfarbe-und-fixiermittel.html

Anmeldung, Fragen und Rückmeldung

Aktionsbeschreibung erstellt durch Helmut@bildungsagenten.com

Wir bieten mit unserer mobilen Siebdruckwerkstatt Workshops an für Jugendgruppen und Schulen. Vornehmlich in der Nähe von Berlin. Kontakt zu Oscar: omaluna@yahoo.de