Bei diesem Workshop geht es um die globale Vernetzung auf wirtschaftlicher aber auch auf kultureller Ebene. Welche Strukturen haben dabei die größten Auswirkungen auf das Leben der verschiedenen Kulturen weltweit? Was führt zur großen Ungerechtigkeit und was können Freihandelsabkommen dazu beitragen?

Workshopablauf:

Ausführlicher Ablauf:

  • Eröffnung: Ein Ausflug in die Welt: Die Schüler stellen eine Weltkarte im Raum dar (Kontinentnamen auf den Boden kleben) und stellen sich auf das Land, in das sie gerne reisen würden. Die „Bildungsagenten“ machen mit und stellen sich dahin, wo sie im Ausland waren. Die Schüler stellen sich namentlich vor und sagen wo sie gerne hinreisen. Die Bildungsagenten stellen sich und das Projekt „Bildungsagenten“ kurz vor und erzählen wo sie im Ausland waren und kurz was sie dort gemacht haben.
  • Tagesablauf: Schüler   äußern kurz Erfahrungen und Erwartungen zu dem Thema. Die Agenten stellen anhand eines Poster den Ablaufplan des gesamten Workshops, geben damit einen zeitlichen Rahmen und einen Überblick.
  • Weltspiel: Hier werden alle aktiv denn es geht um die Vorstellung der TN, wo auf der Welt die meisten Leute wohnen und wie der Reichtum dazu verteilt ist. Hier gehts zur Spielbeschreibung.
  • Was ist Welthandel: Bei dieser Diskussion können verschiedene Fragen gestellt werden, mit denen man zusammen mit den TN das Entstehen dieser Weltwirtschaft anhand eines Tafelbildes erarbeitet und sich dadurch über das Ausmaß bewusst wird und Probleme analysieren kann. Weitere Details zum Inhalt finden sich auf Seite 2.
    Schwerpunkt kann hier der Text von „Le Monde“ zum Freihandelsabkommen sein.
  • Unfaire Lohnverteilung: Anhand des Rollenspiels „Bananasplit“ wird den Jugendlichen klar, welcher Anteil des Kaufpreises welchem Arbeiter der Produktionskette zukommt.
  • Fairer Handel: Wenn die Probleme klar analysiert sind, kann hier schon ein erfolgreicher Lösungsversuch dargestellt werden wie „Fairtrade“ oder sonstigen Kooperationen der solidarischen Ökonomie.
  • Diskussion und Abschluss: Das Ziel ist es, dass Jugendliche selbst Mut fassen, etwas zu verändern und nicht vor den Problemen resignieren. Daher ist dieser Abschnitt der Wichtigste denn hier geht es um Veränderung.
    Für die eigenen Handlungsmöglichkeiten kann auf die verschiedenen Produktkategorien eingegangen werden (Nahrungsmittel, Kleidung, Kosmetik, Elektroartikel..) und jeweils Alternativen aufgezeigt werden.
    Zum Abschluss könnte man den TN Flyer mit Kontakten und Alternativen mitgeben. (z.B. von Weltbewusst.org)

Gruppengröße/ Zusammensetzung:

Dieser Workshop richtet sich an eine (Berufs-) Schulklasse  von ca.  15 Schülern im Alter zwischen 16 bis 18 Jahren.

Bei Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht es darum, junge Menschen zu animieren, selber kritisch nachzufragen und Aktiv zu werden. Dafür ist es wichtig, keinen Frontalunterricht oder Lehrer-Schüler-Verhältnis aufkommen zu lassen, in dem der Schüler zum Konsumenten wird. Alle Inhalte werden daher gemeinsam durch Fragen erarbeitet.

Inhaltliche Anregungen

Dieser Workshop ist Globalisierungskritisch, aber nicht Protektionistisch! Die öffentliche Debatte wird meist auf Liberalismus vs. Protektionismus reduziert. Auf der einen Seite also die Weltbank mit Freihandelsverträgen und Schiedsgerichten, wo keine Regierung gestaltend eingreifen darf, wenn es beispielsweise um sozial- und Umweltstandards geht und auf der anderen Seite die nationalistischen Parteien (Trump, AFD etc.) die Globalisierung als Bedrohung empfinden und auf Abschottung setzen. Beim Liberalismus profitieren Unternehmen und werden immer mächtiger während beim Protektionismus die Macht bei nationalen Regierungen liegt.

Das interessante ist aber, selbst die neuen nationalistischen Ströhmungen haben ein ein Neoliberales Grundgerüst. Der Neoliberalismus hat seit dem zweiten Weltkrieg durch Thinktanks und der Übernahme von Lehrstühlen immer mehr für Sozialstaatabbau, Steuernsenkung und Privatisierung und damit erfolgreich Einzug in die nationale und globale Politik gehalten.

Hier soll der Fokus aber darauf gelegt werden, wie, unter welchen Rahmenbedingungen ein Handel in der globalen Partnerschaft gelingen kann. Wie funktioniert ein solidarischer Freihandel.

Einkommensungleichheit

Oxam errechnete 2016, dass die reichsten 8 Menschen so viel besitzen, wie die Hälfte der Weltbevölkerung. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt seit 2015 mehr als die restlichen 99%.

WELTWEITE VERMÖGENSVERTEILUNG IM JAHR 2016

Von den meisten Ökonomen wird die wachsende Ungleichheit auf die lieberalen Handelsregelm im kapitalistischen Welthandel zurückgeführt.

Mögliche Methoden

  • Weltspiel der Verteilung:

Weltspiel der Verteilung

  • Welthandelssimulation:

Perlenspiel:

Perlenspiel – kann die Ungerechtigkeit besiegt werden?

Karte von morgen zu #weltladen

Weltläden sind anlaufstellen für anderes Wirtschaften aber auch für Bildungsarbeit und gesellschaftlicher Wandel

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Fehlt ein Weltladen? Dann trage ihn direkt selber ein und füge die Stichworte weltladen,fair,fairtrade hinzu

 

Materialien

 Möglich Aktionen

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  • Kartiere mit der Klasse für Transparenz, Umweltschutz und Menschenrechte deine Welt von morgen

von morgen – Alles Gute auf einer Karte

Quellen und weiterführende Links:

  • Was kann man dagegen tun? Die Yes Men Gruppe aus den USA kommt für die WTO.

Clip über Welthandel:

 

AGRAPROFIT – Der Film

Beispielhafte Workshopabläufe

  • Beispielworkshop von Arche Nova: http://www.arche-nova.org/version6/seiten/seite.php?layout=info&inhalt=&sprache=de&id=245#1
  • Ablaufplan Seminar: Welthandel und Arbeitsbedingungen 1,5 Tage: https://www.box.net/s/ea4cda17e1c1f812390b
  • Workshop 4 Stunden: https://www.box.net/shared/cd495174e643d53b0105
  • Tagesworkshop: https://www.box.net/shared/4e9a1e7c6652bd133abc
  • Tagesworkshop Arche Nova: http://www.arche-nova.org/version6/inhalte/infos/info_258/Tagesplanung%20Globalisierung.pdf

 

Anmerkungen / Optionen / Rückmeldungen:

Helmut@bildungsagenten.com, Samira@bildungsagenten.com, Nathalie@bildungsagenten.com

Diese Anfrage ist unverbindlich und kostenfrei. Unsere Workshops finanzieren wir zum Teil durch Spenden und durch die Unterstützung der Schulen.