Die Verschiedenen Rollen im Team

Aktiv zu werden ist der Beginn des Wandels und der Anfang zu den eigenen Vorstellungen. Es ist das Ende einer Grübel-Phase und der Moment, wo eine Idee oder Vision Realität werden beginnt. Um Erfolgreich von der Idee sein Ziel zu erreichen, ist einige Geschicklichkeit gefragt, um zusammen mit anderen Menschen etwas neues zu bewegen. Hier findest du eine Sammlung mit einigen Tipps und innovativen Methoden um Gemeinschaftsprozesse sinnvoll und lebendig zu gestalten.

Vision, Motivation und Ziele:

Statt zu versuchen, Menschen zu motivieren, ist es immer effektiver offen dafür zu sein, was sie mitbringen. Auch wenn Wünsche und Vorstellungen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, so sind sie doch ähnlich. Wer sich wirklich mit den Hintergründen der Wünsche beschäftigt, kommt auf Ziele, die bei allen Menschen in die gleiche Richtung führen, auch wenn sie woanders ansetzten. Erst wenn man im Gemeinschaftsprozess auf diese tiefen Ziele kommt, kann ein wirklicher tiefer Dialog entstehen.

Zu aller erst braucht es also eine Vision:

Eine gemeinsame Vision zu haben schweißt zusammen und verleit viel Kraft. Besonders wichtig ist eine Vision Bildungs- und Wandelprojekten, wo es nicht um finanziellen Profit geht und wo jeder aus freiem Willen sich einsetzt.

  • Frei, Traum, Phantasie
  • Positiv („Wogegen du deinen Widerstand richtest, dem schaffst du Bestand.” — C.G.Jung )
  • Niemals erreichbar
  • Betrifft nicht nur mich alleine

Siehe dazu auch die Theory-U

Vision vs. Motivation: die Motivation ist neben anderen Punkten wie „was macht mir Spaß?“, „verdiene ich gut?“ oder  „sind die Leute nett?“ der Wunsch zur Vision. Meine Motivation betrifft nur mich. Die Vision ist im Kopf, die Motivation im Handeln und im Herzen.

Zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision, siehe Theory-U:

Ziel:

Das Ziel ist bereits der Beginn der Umsetztung der Vision. Hier endet die Visionäre Phase und es beginnt die Planung und Projektdurchführung.

pezifisch  (Was, Wann, Wo, mit wem, für wen)
Messbar
A ngemessen  (Akzeptiert)
R elevant
T erminiert

Eine Methode um Vision, Ziele Motivationen für eine Gruppenprozess freizulgen ist die Zukunftswerkstatt.

Maßnahmenplanung und Terminabsprachen:

Zieldreieck
Zieldreieck

Der Rest ist eine reine Handwerkliche Frage. Am besten schaut man sich zunächst das Zieldreieck an. Sachziel, Terminziel, Kostenziel. Dazwischen muss ein Kompromiss gefunden werden. Die Vision steht dabei vielleicht sehr im Hintergrund doch sollte bei allen Kompromissen niemals eine Lösung gegen die Vision arbeiten. Das führt zu konflikten. (Siehe alle folgenden Punkte in der eingebunden pdf-Präsentation oben.)

Die Aktivitäten und Meilensteine nach Ablaufreihenfolge
Die Aktivitäten und Meilensteine nach Ablaufreihenfolge

Daraufhin überlegt man sich einen Ablauf der Aufgaben. Welche Aufgabe folgt auf was? Damit erhält man einen schönen Überblick, wann das Projekt abgeschlossen ist.

Ziel-Organigramm

Noch sinnvoller für die Durchführung ist jedoch ein Gannt-Chart. Aufbauend auf den rechts dargestellten Ziel-Organigramm fügt man alle Ziele, Meilensteine und Aktivitäten in eine Tabelle ein, jeweil mit dem Verantwortlichen, und gibt an von wann bis wann an dieser Aktivität gerarbeitet wird und bis wann sie abgeschlossen ist.

Ein beispielhaftes Gannt-Chart befindet sich hier: https://www.box.com/s/rtms8dipif1qvqocgnhh

Teamrollen im Projekt:

Die Vier Teamrollen
Die Vier Teamrollen

Ein Projekt ist grundsätzlich ein Spiel und darin hat jeder seine eigene Rolle. Der Mover hat meist die Ideen, geht mutig voran, probiert aus und entdeckt was neues. Der Follower ist meist mit vollem enthusiasmus dabei und führt aus und arbeitet mit, um das Projekt voran zu bringen. Der Opposer hingegen versucht den Prozess kritsich zu beleuchten. Der Baystander hält sich meist neutral, zeigt kaum Emotionen zum Projekt, unterstützt es aber wissenschaftlich durch Fachwissen. Alle Rollen sind für ein Projekt imens wichtig.

Die Verschiedenen Rollen im Team
Die Verschiedenen Rollen im Team

Die Rollen sind aber keinesfalls fest an eine Person gebunden. Sie kann auch locker wechseln noch während eines Projektes aber besonder zwischen verschiedenen Projekten. Wer hier Mover ist, ist im anderen Projekt vielleicht Opposer oder Bystander…

Fachwissen ist wichtig, aber es braucht immer jemanden, der Fachleute fragt. Daher ist heute in Firmen Kreativität wichtiger als Fachwissen. Denn Fachwissen kann ich einkaufen, für Kreativität muss die Firma die richtige Kultur entwickeln.

Leadership – die Führungsverbindungen

Gerade in der Gründungsphase sind die Führungsbeziehungen im Team entscheidend über den Erfolg. Vielfalt im Team erhöht die Kreativität und Innovation, erzeugt zwar auch Spannungen, die konstruktiv wirken können. Gerade der/die „Mover*in“ in einem Projekt, muss sehr gute Fähigkeiten des „Gastgebens“ entwickeln: nämlich ihre Idee so klar formulieren, dass andere ihre Qualitäten einbringen können, ohne das das Projekt die Richtung verliert.

Peter König nennt das die Quellen-Theorie und behauptet, dass jede Initiative nur eine Quelle haben kann, die die Impulse zusammenbringt und voll drin steht. Ein Quellengefüge zu moderieren und zu gestalten, das die natürlichen Prinzipien der Kreativität jedes einzelnen fördert, dennoch auch die kollektive Demokratie und Gerechtigkeit garantiert, ist die Kunst der Projektentwicklung.

Wie innovative Gründer und Collective-Ownership Hand in Hand gehen kann, erklärt Armin Steuernagel in seinem TED-Vortrag über Purpose-owned Unternehmen:

Wie Kreativität unterstützt werden kann, erklärt Prof. Peter Kruse

Stakeholderanalyse:

Stakeholderanalyse
Stakeholderanalyse

Nicht nur das eigene Team, das ganz besonders, jedoch auch die Zielgruppe und beteiligte am Projekt sollten zu Beginn untersucht werden. Dabei hilft folgendes Fadenkreuz in der alle Stakholder und Einfluss und Unterstüztung einsortiert werden. Bis hin zum Kaufladen um die Ecke.

Aus dieser Aufstellung lassen sich dann schnell Unterstützer identifizieren.

Materialien

Projektgestaltung zwischen Individuum und Gemeinschaft

In selbstverwalteten und basisdemokratischen Projekten sind oftmals Konflikte auf der Tagesordnung und endlose Plena sowie das Gefühl von Fremdbestimmung führen zu Frust. Grund dafür ist oft die innere Haltung und das innere Ideal, mit dem in der Gemeinschaft entschieden wird.

Download

Ähnliche Methoden und Bildungskoffer:

  • Nicht nur ein Projekt, sondern ein wirtschaftliches Unternehmen?
  • Comunity-Entrepreneurship mit Oasen-Spiele: Gemeinsam die Zukunft erträumen und verwirklichen mit Spaß und Aktio
  • Social Entrepreneurship ist kein Hexenwerk: Handwerkszeug für Unternehmer
  • Gemeinsam etwas unternehmen

Quellen und weiterführende Links:

Quellen

Tools

  • Texte gemeinsam online schreiben bei Twidda: www.twiddla.com/
  • Please have a look at the Global Changemakers project of the British Council. In the „Tools“ section you find a series of very good teaching materials for planning, funding and communicating change projects, all available online and for free:
    http://www.global-changemakers.net/action-tools
  • The second resource we would like to recommend to you is „World Change 2.0. Creating a blueprint for social transformation“ by Scott Sherman. World Change 2.0 is a textbook for creating your own social enterprise. It’s target audience is young people who want to make a difference in the world. It takes you step by step through the process of writing up a strategic plan for change. The book is avaliable online at http://utenportugal.org/wp-content/uploads/sherman-2011-world-change-2.0.pdf

Geld und Unterstützung für eigenes Engagement?

  • Über Projecttogether unterstützen junge Coaches und erfahrene Projektmacher ehrenamtlich Schüler und Studierenden bei ihren ersten Projekten.
    Johannes Richter
    ProjectTogether gUG
    jrichter@projecttogether.org
    +49 1577 9641074www.projecttogether.org
    Facebook.com/ProjectTogethergUG
  • PEP-Stipendium: das „Programm Engagement mit Perspektive“ bietet Menschen bis 27 Jahren, die eigene Projekte entwickeln, ein Einkommen, Beratung, Weiterbildungen und Gelder für die Organisationsentwicklung. www.pep-deutschland.de
  • Projekte weltweit direkt unterstützen: www.betterplace.org – Projekte, Geld- und Zeitspenden, auch für eigene Projekte nutzbar!
  • Leitfaden für Fundraising „Internet für NGOs“ http://www.ngoleitfaden.org/
  • Struktur der Konzeptentwicklung: Der Prozess von dem Problem, das ihr identifiziert habt, bis zur Lösung sollte strukturiert werden. Aus der Social Entrepreneurship Education stammt eine Seite, die versucht, Social Entrepreneurs dabei durch eine vorgebene Struktur, Leitfragen und Tipps zu unterstützen: www.socialimpactnet.eu. Wenn ihr den Prozess auf der Seite durchlaufen habt, habt ihr am Ende schon ein Konzept. Es ist zwar auch noch Zukunftsmusik, aber wenn euer Konzept steht, könntet ihr euch auch für ein Stipendium bei „Social Impact Start“ bewerben: Das umfasst Arbeitsplätze für die BerlinerInnen und Beratung: http://socialimpactstart.eu/

Literatur

  • Wie können NGOs Internet, Smartphones und Social Media für Kommunikation, Marketing, Fundraising… nutzen? Dafür ist eine hervorragende Einführung der Leitfaden des betterplace lab. Online oder auch als Broschüre: betterplace lab und Wigwam (2013): Internet für NGOs, Leitfaden 2013.
    http://www.ngoleitfaden.org
  • Was sind neue spannende Trends in der Nutzung des Internets und anderer digitaler Medien durch NGOs? Dazu gibt das betterplace lab den Trendreport heraus. Gedruckt und auch online unter:
    http://trendreport.betterplace-lab.org/

Wer weiter in die Tiefe gehen will, dem empfehlen wir die folgenden Bücher:

  • Chris Rose: How to win campaigns. Communications for change. Earthscan Limited.
  • Kivi Leroux Miller: The nonprofit marketing guide. Jossey Bass Nonprofit Guidebook Series.

Onlinekurse für Projektmanagement und Changemaker

  • Deutsch:Changemaker MOOC – Social Entrepreneurship
    How to Change the World? Im Changemaker MOOC lernst du, wie Du aus einer Idee ein Projekt zur Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung machst. Plane Dein eigenes Changeprojekt. Be the Change You Want to See!
    https://iversity.org/courses/changemaker-mooc-social-entrepreneurship
  • English: How to Change the World
    How can we use the things we share in common to address some of the most challenging problems facing the world? This course examines issues concerning poverty, the environment, technology, health care, gender, education and activism to helps us understand better how to initiate positive change.
    https://www.coursera.org/course/changetheworld

Anmerkungen / Optionen / Rückmeldungen:

Erstellt durch: Helmut@bildungsagenten.com

Wir freuen uns sehr über Workshopanfragen und bieten Ihnen gerne Workshops zu „spielreischem Projektmanagement an“. Kontaktieren Sie uns: Helmut@bildungsagenten.com

Hinweis: Die Kommentarfunktion unter dieser Beschreibung soll den Bildungskoffer verbessern also nutzt sie und erzählt von euren Erfahrungen.