Weltweit realisieren plötzlich immer mehr Menschen, dank der Fridays for Future Proteste und einem Rekordsommer, wie wenig Zeit uns für einen Wandel bleibt, denn unser Fußabdruck ist viel zu groß für diese Erde! Wo kann ich in meinem persönlichen Konsum nachhaltiger werden? Wie transformieren wir unsere Schule zum Spitzenreiter in Klimaschutz? Kann eine CO2 neutrale Stadt gelingen?

Global denken – unternehmerisch handeln: Wir kartieren alles Nachhaltige, was es hier schon gibt, auf der Karte von morgen, interviewen Sozialunternehmer*innen und sammeln eigene Ideen, was wir im Privatleben und an unserer Schule starten könnten, um die Welt zu verändern. Learn to change the world!

Brauchen wir einen globalen “freien Markt” wo Produkte scheinbar transparent gehandelt werden?Das alles sind relevante Fragen für dein Klima, deine Ideen und deine Stadt von morgen.

Wir wollen ganz Deutschland kartiert habe. Führe diesen Workshop in deiner Stadt durch und werde Teil dieser Initiative.

Einstieg in den Wandel

Du sucht ein cooles Projekt mit deiner Klasse, hast Spaß an einer digitalen Plattform und willst lokal richtig was bewegen? Dann nichts wie ran an den Karte von morgen-Workshop. Wir lernen hier nicht nur, wie die Karte von morgen eingesetzt wird, sondern auch, was zukunftsfähige Entwicklung auf lokaler Ebene bedeutet. Dieser Workshop ist eine grundlegen Einführung in den Wandel, in die sozial-ökologische Transformation und in eine kultur-sensible Entwicklungspolitik.

Beispielhafter Workshopablauf

Der Workshopablauf in fünf Schritten. Detailierter Ablauf runterladen.

Ablauf für ca. 5 Stunden Workshop (9 – 15 Uhr)

  1. Ankommen: ca. 15 min -> im Stuhlkreis
    • Kennlernrunde
    • Warum bin ich hier (Erwartungsbaum)
    • Vorstellung des Programms
  2. Erfahrungsaustausch: 1 Std.
    • Was sind die drängendsten Probleme deiner Generation? (10 min. Kleingruppenarbeit mit 1 Problem pro Moderationskarte)
      • Zusammentragen der Probleme in großer Runde (15 min. Moderator sortiert die Probleme nach den 6 Kategorien der Positivfaktoren – oder der Gemeinwohlmatrix- , jedes Problem wird für alle verständlich diskutiert)
      • Darstellen der 3-Säulen der Nachhaltigkeit und der 6 Faktoren (Warum habe ich das so sortiert, ist euch eine Logik aufgefallen?) -> jeder bekommt ein Handout und/oder eine GWÖ-Matrix.
    • Welche globalen und lokalen Alternativen und Ideen fallen uns ein? Denkt an Konsum (Lebensmittel, Kleidung, Gegenstände), Wohnen (Gebäude, Heizen) und Mobilität (ÖPNV, PKW, Rad) und zwar 1. Zuhause, 2. in der Schule, 3. in der Stadt und weniger 4. National/Global (wieder 15 min. Kleingruppenarbeit und 1 Lösung/Moderationskarten)
      • Sammeln der Lösungen in der großen Runde (15 min. Moderator sortiert die Lösungen nach den 6 Kategorien der Positivfaktoren, Moderator stellt auch ähnliche Ideen vor, die es schon gibt und fragt, ob es sowas auch schon regional gibt.)
      • Vorstellen der Gemeinwohlökonomie und der Matrix. Falls Zeit ist, sogar mit Planspiel (15 min. bis 5 Std.)
  3. Karten von morgen vorstellen: 30 min. Input -> im Computerraum
    • Einführung 5 min: Was ist die Karte von morgen, wie ist sie entstanden, wie groß ist die Verbreitung?
      • Per Beamer nach einem typischen Eintrag suchen
      • Per Beamer einen neuen Eintrag hinzufügen
    • 5 min. Positivfaktoren
      • Beispielhaft einen Eintrag bewerten
  4. Kartieren mit der Karten von morgen: 30 min. bis 3 Std.
    • Brainstorming: Gemeinsam sammeln wir Läden und Initiativen die uns spontan einfallen auf einer Karte (ggf. zunächst analog mit Moderationskarten)
    • Stadtteil-Ralley (3 Std.): Gemeinsam laufen wir alle zu einem ersten Eintrag der Karte [den du als Leiter vorher kontaktiert hast, damit der Gründer/die Gründerin auf jeden Fall da ist] und stellen folgende Fragen: [Die Fragen kannst du an 8 Schüler*innen-Zweierteams verteilen, die dann diese Fragen stellen und die Antwort dokumentieren.]
      • 1. Wie ist dieser Ort entstanden? (Gründungsgeschichte der Pioniere)
      • 2.-7. Was machen Sie besonders nachhaltig und wie genau? -> 6 Positivfaktoren-Fragen stellen [Stehen auf dem Handout]
      • 8. Welche anderen Initiativen und Unternehmen gehören unbedingt in Ihre Welt von morgen? (Damit bekommen die Schüler*innen Tipps, wo sie als nächstes hingehen können)
    • Ausschwärmen: Die TN teilen sich ihre Umgebung auf, ziehen in Kleingruppen los und fragen Passanten und Ladenbesitzer, was ihnen nachhaltiges einfällt. Dabei erklären sie ihr Vorhaben und bewerben damit die Karte. Alle Unternehmen werden nach dem Modell wie beim ersten Besuch Interviewt.
    • Online kartieren mind. 20 min: Zurück in der Klasse [jetzt bestenfalls Computerraum] kartieren alle TN auf ihren Tabletts und Laptops die Lösungen, die sie gefunden haben und recherchieren Quellen für Positivfaktoren im Internet. [Vorher absprechen, wer was kartiert, um keine Dupletten zu machen.]
    • Meine Ideen: TN sammeln Ideen in Form des Marktes der Ideen was in ihrer Stadt/ Schule noch fehlt. (Alternativ zur Stadtteil-Ralley.)
  5. Abschluss: ca. 30 min (im Klassenraum)
    • Storysharing: Was war euer beeindruckendster Fund? (ca. 20 min. Mit Beamer auf Karte zeigen?) Vorstellen der Kartierten Orte mit jeweils mind. 1 Bewertung. (Diskutieren, wie glaubhaft, fundiert eine Bewertung ist, klar machen, wer diese Einschätzung teilt.)
    • Ausblick, wie geht es weiter?
      • Wo kann ich meinen Ausschnitt abonnieren?
      • Optional, wenn online das meiste kartiert ist: Liste der Abkürzungen vorstellen, um Papierkarte zu erstellen
    • Gibt es noch offene Fragen?
    • 5 Finger Feedback oder Blitzlichtrunde

Gruppengröße und Zusammensetzung

Dieser Workshop ist Konzipiert für 10 – 30 Schüler*innen von der 8. bis 12. Klasse

Material

  • Moderationskarten und Edding für jeden TN
  • Tafel oder Flipchart für Tagesablauf
  • Handouts zur Karte von morgen mit Bewertungssystem
  • Runde Kathegorie-Überschriften der 6 Positivfaktoren

Transformative Bildungsarbeit mit der Karte von morgen

Handfeste Bildungsarbeit: Bildungsarbeit mit der Karte von morgen wird nicht nur sehr viel konkreter sondern kann durch Inspiration aus der Praxis auch unternehmerische Ideen und Handlungsfähigkeit hervor bringen.

Für eine konsequent nachhaltige Entwicklung (NE) muss insbesondere das Wirtschaftssystem in seiner Gesamtheit kritisch reflektiert und konstruktiv transformiert werden. Am Beispiel der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) werden systemischen Ansätze kennengelernt, die alle 17 Entwicklungsziele umfassen. Inhaltlich geht das Projekt damit über die rein individuelle Konsument*innen-Perspektive hinaus und nimmt auch die unternehmerische und insbesondere auch die wirtschaftspolitische Perspektive ein.

Das inhaltliche Rahmenmodell der Gemeinwohl-Ökonomie strebt prinzipiell ein ökonomisch tragfähiges globales Wirtschaftssystem im Einklang mit sozialen und ökologischen Grundwerten an. Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Menschenwürde sind die wesentlichen Werte, nach denen Unternehmen ihren Beitrag zum Gemeinwohl bewerten – von der Mitarbeiterebene bis hin zur globalen Beschaffung. Integraler Bestandteil sind auch Kennzahlen für eine finanzielle Nachhaltigkeit, auch bei der Lieferkette.

Das Planspiel für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften wurde von der Ideenwerkstatt und vom Arbeitskreis Bildung der GWÖ seit 2015 entwickelt und ist inzwischen ein erprobtes Konzept, bei dem Marktmechanismen nachgespielt werden und in einer Tabelle die volkswirtschaftliche Entwicklung dazu errechnet wird. Schüler*innen lernen dabei zum einen betriebswirtschaftliches Denken, gleichzeitig aber auch dessen soziale und ökologische Auswirkung auf volkswirtschaftlicher Ebene. Spielerisch wird hierbei die Einführung einer Gemeinwohl-Ökonomie erlebt. Wäre eine ähnliche Entwicklung zu beobachten, wenn alle nur noch die Karte von morgen für ihren persönlichen Konsum verwenden würden?

Einführend zum Planspiel reflektieren die TN ihre persönlichen Erfahrungen mit Wirtschaft, Wachstum und Umwelt- sowie Sozialstandards.

Durch die “Karte von morgen” ist unser Projekt einzigartig in der Verbindung von entwicklungspolitischer Bildungsarbeit mit dem lokalen Alltag und erhöht zudem auf eine innovative und lebensnahe Weise die persönliche Aktivierung. Denn gängige Veranstaltungen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung integrieren selten lokale Umsetzungsbeispiele einer nachhaltigen Entwicklung, die über die Schule hinaus für die ganze Familie, Freunde und Nachbarschaft langfristig relevant ist. Auch andersrum werden hier erstmals Ideen, Kampagnen und sozialunternehmerische Impulse, die in Bildungsveranstaltungen entstehen, in das lokale Ökosystem des Wandels integriert.

Durch die Karte lernen Schüler*innen einerseits lokale Wandel-Akteur*innen kennen. Dadurch entstehen lebensnahe Narrative. Zudem motiviert das Instrument der Karte dazu, sich noch mehr mit der entwicklungspolitischen Akteur*innen-Landschaft auseinanderzusetzen. Mit den Funktionen des Suchen, des Findens, des Kartierens, des Bewertens und des Diskutierens bietet die Karte einen niederschwelligen, aktivierenden Einstieg in das lokale Engagement für eine zukunftsfähige Welt.

Die Positivfaktoren

Die 6 Positivfaktoren

Weitere Infos und Hintergründe zu den 6 Positivfaktoren hier.

Regionalpilot*innen der Karte von morgen

Wenn lokale Workshops stattfinden, wird die Initiative als Regionalpilot*innen (#Regpis) auf dieser Karte erscheinen. Es ist auch ratsam, wenn in der Stadt bereits Regpis aktiv waren, diese in die Workshopvorbereitung mit ein zu beziehen.

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Passende Aktionsideen

Tipps und Hintergrundinfos zur Karte von morgen.

Zur Entwicklung eigener Ideen gibt es hier einige Hinweise:

Materialien

Workshopanfragen

Gerne gestaltet das Team der Karte von morgen Workshops an Ihrer Schule/ Einrichtung. Bitte schreiben Sie eine Mail an info@kartevonmorgen.org